Kultursommer im Hebbel-Theater
Die Tanzenden begeben sich auf eine Reise um ihr eigenes Rezept für Bewegungen, Kreativität und Verständnis zu erkennen. Unterschiedliche Stimmungen und Körperregionen werden angeregt. Durch die achtsame pädagogische Leitlinie, wird die emotionale und kreative Orientierung, in einer sich ständig veränderten Realität, unterstützt. Gleichsam ist Dance Church ein Format in der Tanz-Studierende mit Tänzer*innen einen Austausch erleben. Durch die gegenseitigen Interaktionen, sowie die nonverbale Kommunikation, werden die Tanzenden gewahr was gegenwärtig möglich ist und können ihr tänzerisches Ausdrucksvermögen erweitern. Die Wahrnehmung der eigenen Empfindungen, sowie ihre Umsetzung in körperlichen Ausdruck, ist der Beginn jeder Tanzkunst.
Die italienische Tanzpädagogin Lavinia Vago lebt in Seattle und hat dort ihren Bachelor in Fine Arts mit Auszeichnung absolviert. Sie stellte auf dem Mehringplatz und vor dem Hebbel am Ufer (HAU) die praktischen Anwendungen der Dance Church vor. Eine einstündige Klang- und Bewegungsreise, zum philosophischem und praktischem Verständnis von Tanz sowie die ihm innewohnenden heilkräftigen Bewegungen. Untermalt wird das Dance Church Happening durch eine sorgfältig vorbereitete Musikauswahl, variierend zwischen Rhythmik und Entspannung. Im Einklang mit den Schwingungen in der Natur, wird -vorzugsweise Barfuß- der Zugang zu freien und wohltuenden Bewegungen ermöglicht. Blockaden können gelöst und neue Lebensenergie geschöpft werden. Eine aufbauende Methode, die auch in der Tanztherapie ihre Anwendung findet. Lavinia Vago ist seit über einem Jahrzehnt „Member“ in der Dance Church.
Das im Jugendstil errichtete altehrwürdigem Hebbel-Theater (HAU) (www.hebbel-am-ufer.de) ist ein Juwel in der Berliner Theatergeschichte. Mit der internationalen Theater- und Tanzwelt in einem ständigen Dialog und Austausch werden globale Bögen aufgezeigt für modernes Theater, Tanz und Performance. Authentisches Dokumentartheater wird präsentiert und aktuelle Entwicklungen des zeitgenössischen Tanzes diskutiert. Bei Installationen, sowie Inszenierungen im Stadtraum, wird das Publikum einbezogen, dass Programm und die Entwicklungen des Geschehen mit zu gestalten. Während des Berliner Kultursommers fuhren Tänzer und Liebhaber der Tanzkunst - nach einem typisch französischen Frühstück im HAU – mit einem gesponserten Shuttle Bus in die Potsdamer fabrik. In dem Internationales Zentrum für Tanz und Bewegungskunst zeigten drei Choreograf*innen, im Rahmen des deutsch-französisch-italienischem Residenzprogramm Ètape Danse, die Arbeitsergebnisse ihrer neuen Produktionen. Anschließend wurde beim Genuss vegetarischer Spezialitäten, mit den Performance-Künstlern über Tanzkunst philosophiert.


